Newsletter Dezember 2017

Kauf in greifbarer Nähe

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir kommen unserem Ziel stetig näher:
Anfang 2018 werden wir einen Wohnblock in der Lincoln-Siedlung kaufen und dort unser gemeinschaftliches Wohnprojekt verwirklichen. Wir wollen euch mit diesem Newsletter einen kleinen Rückblick auf die letzten Monate geben.

Endspurt bei der Direktkreditwerbung. Gerade wurde der 100. Direktkredit abgeschlossen und wir kommen der angestrebten Million in großen Schritten näher! Knapp 770.000 Euro haben wir in wenigen Monaten eingeworben. Damit können wir bereits einen Bankkredit für die Finanzierung von Kauf und Sanierung des Gebäudes
aufnehmen. Um günstigere Mieten zu erreichen, ist unser Ziel aber nach wie vor 1.000.000 Euro an Direktkrediten einzuwerben. Wir würden uns daher sehr über deine/Ihre Empfehlung an Bekannte und Verwandte freuen!

Mehrere Banken sind an der Finanzierung unseres Projekts interessiert. Bald steht die Entscheidung für eine Bank an. Hierbei schauen wir neben den reinen Zahlen auch auf ethische Gesichtspunkte.

Bauliches

Am 12. November feierten wir zusammen mit dem Architekturbüro Dörfer einen Meilenstein: Unser Bauantrag ist fertig gestellt und wurde offiziell eingereicht. Unsere Gruppe traf hierfür eine Reihe von Entscheidungen, die unser zukünftiges Wohnen betreffen, z.B. die Lage und Zuschnitte der Gemeinschaftsräume und Single-Wohnungen.

In ‚Arbeitseinsätzen‘ bereiten wir das Haus für die anstehenden Bauarbeiten vor. Wir prüfen z.B. die Fenster auf bestehende Mängel oder öffnen auch Wände, um den Wandaufbau sichtbar zu machen.

Aus der Gruppe

Am 3. November feierten wir gemeinsam mit Freund*innen und Unterstützer*innen im Partykeller der Knabenschule. Band und DJ sorgten für Musik und Tanz, während draußen das Lagerfeuer zu Gesprächen einlud.

Wir wollen wieder wachsen: Es geht immer näher an Kauf und Umbau und wir wissen jetzt genauer, welche Wohnungen und WG-Zimmer noch frei sind. Daher öffnen wir uns wieder für Neuinteressierte, die sich in die Projektverwirklichung mit einbringen und in unserem Wohnprojekt leben möchten. Bei unseren öffentlichen Veranstaltungen haben sich in den letzten Monaten viele Interessierte auf entsprechende Listen eingetragen. Wir haben jetzt Kontakt zu ihnen aufgenommen haben, laden sie zu unseren Treffen ein und lernen uns gegenseitig kennen. Wir freuen uns auf Neue, die sich mit einbringen wollen.

Nächster Termin

Offenes Wohnzimmer: Am 26. Januar 2018 laden wir zu unserem nächsten öffentlichen Treffen ein. Es wird die Möglichkeit geben, an einer Führung durchs Haus teilzunehmen und Fragen zum Projekt und Direktkrediten zu stellen.

26.01.2018, 15:00-16:30 Uhr, Lincoln-Siedlung,
Einsteinstraße, Haus 4423

2017-12 Newsletter Heinersyndikat

Newsletter September 2017

„Was lange währt, wird endlich gut.“

Wie schwierig es ist, hier in Darmstadt bezahlbaren Wohnraum zu bekommen,
geschweige denn genügend Platz zu finden, um gemeinschaftliches Wohnen für jung
und alt zu ermöglichen, das haben bereits vor 8 Jahren unsere „alten“ Hasen
im Wohnprojekt erfahren.

Nach langer Suche, nach Verhandlungen mit der Stadt sowie dem Bauverein, aber
gemeinsam mit vielen motivierten Gleichgesinnten ist es jetzt endlich soweit.
Wir dürfen den Wohnblock 4423 auf der Lincoln-Siedlung kaufen. Das klingt banal,
aber es waren sehr viele Schritte dafür notwendig. Runde Tische, Vernetzungen mit
anderen Projekten, ein konkretes Nutzungskonzept mit detailierten Finanz- und
Umbauplänen, Infostände und vieles mehr.

Unser Finanzierungskonzept, welches sich ja schon in über 100 Hausprojekten des
Mietshäuser Syndikats bewährt hat, findet auch in Darmstadt Anklang. Wir haben
bisher Nachrangdarlehen in Höhe von 650.000 Euro eingeworben und streben die
weitere Erhöhung der Direktkreditsumme auf etwa 1.000.000 Euro an. Anfang 2018
werden wir das Haus in jedem Fall erwerben können.

Umbauplanung

Damit wir nach dem Kauf des Gebäudes schnellstmöglich einziehen können, basteln wir gemeinsam mit unserem
Architekten an der Umbau- und der Kostenplanung. Es wird mindestens eine barrierefreie Wohnung geben, sowie barrierefreie Gemeinschaftsräume, weiterhin WGs, Einzelwohnungen und Familienwohnungen. Wichtige Entscheidungen für den Bauantrag sind zu fällen, vor allem was Brandschutz und Statik betrifft – bei
uns im Konsensverfahren auf unseren Klausuren und mit Hilfe unserer ArchitektInnen. Wer mehr über den Umbau wissen will: http://www.heinersyndikat.de/wohnen/umbaukonzept/

Bessunger Kerb

Wir werden mit dem Heinersyndikat ein neuer Teil von Bessungen sein, das haben wir schon auf
der diesjährigen Kerb bewiesen. Mit Bonbons, Luftballons und Flaschenöffnern im Heinerdesign
waren wir mit dabei.

Unsere nächsten Termine

  • Filmvorführung
    Sonntag, 8.Oktober 18.30 Uhr, Elisabeth-Selbert- Straße 6, Wohnart3 Gemeinschaftsraum „Unne“.
    Film „Das ist unser Haus“ vom Dachverband Mietshäuser Syndikat,
    65 Minuten, kost nix
  • Infostand auf dem Marktplatz/Schloss
    Samstag, 21.Oktober, 10.00 – 14.00 Uhr
  • Führung im Wunsch-Wohnhaus 4423
    Freitag, 27. Oktober, 16.30 Uhr
    Treffpunkt Quartierwerkstatt Lincolnsiedlung, Franklinstr. 44
  • Blues in der Bessunger Knabenschule
    Freitag, 3. November, Ludwigshöhstraße 42, kleiner Partykeller,
    18 Uhr Film „Das ist unser Haus“, 65 Min.,
    20 Uhr Kontrabass-Ukuleleband „The good, the bad and the ugly“, DJ-Dosenmusik, Infostand

Newsletter September 2017

Pressemitteilung: Annahme von Direktkrediten

Soziale Geldanlage vor der Haustür: Das gemeinschaftliche Wohnprojekt „Heinersyndikat“ nimmt ab sofort Direktkredite von Privatpersonen an.

Wissen, was mit dem eigenen Geld passiert und ein lokales soziales Projekt unterstützen – diese Möglichkeit gibt es ab sofort beim Heinersyndikat. Die Initiative von bisher rund 35 Menschen zwischen 0 und 60 Jahren wird in der Lincoln-Siedlung ein gemeinschaftliches und selbstorganisiertes Wohnprojekt verwirklichen. Ab Mitte 2018 werden sie zur Miete im selbstverwalteten Haus leben – nach dem erprobten Modell des Mietshäuser Syndikats.

Um ihr Ziel zu erreichen, den Wohnblock Ende 2017 zu kaufen, benötigt das Wohnprojekt neben Bankkrediten viele kleine Kredite von Menschen, die ihre Idee unterstützen. Diese Direktkredite gelten für die Bank als Eigenkapital und ermöglichen bezahlbare Mieten. Das Heinersyndikat bietet flexible Kreditkonditionen an. Kredite sind ab 500 Euro möglich, wobei Kündigungsfristen und Zinssätze (bis zu 1,5 % p.a.) individuell vereinbart werden.

Das Wohnprojekt wird dauerhaft niedrige Mieten garantieren und eine feste Anzahl an Sozialwohnungen, eine Wohnung für Geflüchtete sowie barrierearme Wohnungen nach dem Umbau beinhalten. Den BewohnerInnen ist eine gegenseitige Unterstützung im Alltag sowie die Mitgestaltung des neu entstehenden Quartiers Lincoln-Siedlung wichtig. Bei den Umbaumaßnahmen werden ökologische Kriterien mitgedacht.

Die Gruppe bietet persönliche Beratung zu den Direktkrediten für Interessierte an. Ein Kontakt ist möglich telefonisch unter 06151/39 21 532 (AB) sowie über die E-Mail-Adresse direktkredit@heinersyndikat.de

Balkone1Nächste Termine:
Am Freitag, den 31.03.2017 von 16:30 bis 19:00 Uhr informiert das Projekt im Rahmen des Nachbarschaftscafés der Quartierwerkstatt vor Ort über Direktkredite. Infostand und Hausbesichtigung

Reservierung für Wohnblock 4423 erhalten

Das Auswahlgremium hat entschieden: Das Heinersyndikat erhält eine Reservierung zum Kauf eines Wohnblocks in der Lincolnsiedlung. Das zehnköpfige Gremium prüft und entscheidet, welche Wohngruppe eine Reservierung für den Kauf eines Wohnblocks erhält. Von der Abgabe unserer Bewerbung Ende Oktober hatten wir berichtet.

Nun kann es los gehen mit der Beauftragung eines Architekturbüros für die Umbauplanung. Dieser Zeitabschnitt nennt sich Konkretisierungsphase. Danach kann ab November 2017 gekauft werden, so die Planung der Besitzerin der Lincoln Siedlung, Bauverein Darmstadt New Living, BVD-NL. Wenn das Heinersyndikat das Geld schon vorher zusammen hat, ist das Kaufen eventuell früher möglich.

Dazu braucht das Heinersyndikat Eigenkapital, das die Gruppe durch so genannte Direktkredite sammeln will. Das sind kleine Kredite von Privatpersonen ab 500 Euro, die mit bis zu 1,5 Prozent verzinst werden. Von den angestrebten eine Million Euro hat die Gruppe für rund ein Viertel Zusagen.

Die Gruppenmitglieder sind guten Mutes, dass sie das Geld zusammen kriegen werden, denn immerhin haben schon bundesweit 116 Projekte ihre Immobilie nach dem Modell des so genannten Mietshäuser Syndikats finanziert und es hat geklappt.

Vor dem Kauf kommt die Planung. Aus den derzeit 18 Familienwohnungen mit 1700 m2 Wohnfläche werden zwei zu Gemeinschaftsräumen umgebaut, einer wird intern genutzt werden, einer öffnet sich für Gruppen nach außen. Zudem sind unterschiedlich große Familien- und Singlewohnungen, sowie Wohngemeinschaften – darunter eine sehr große mit acht bis zehn Personen – geplant.

Sehr gefreut hat sich die Gruppe auch über die Reservierungen, die die anderen beiden Gemeinschaftswohnprojekte Bau und Wohngenossenschaft WohnSinn eG-Darmstadt und Zusammenhaus Lincoln e. V. erhalten haben – WohnSinn östlich und Zusammenhaus westlich von Heinersyndikat.


 

Das Auswahlgremium prüft und entscheidet, welche Wohngruppen letztlich zum Zug kommen. Es besteht aus jeweils zwei Personen aus den folgenden fünf Institutionen:

  • BVD NL als Vorhabenträgerin
  • Runder Tisch gemeinschaftlich Wohnen Darmstadt
  • Amt für Wirtschaft und Stadtentwickllung
  • Stadtplanungsamt
  • Amt für Wohnungswesen

 

Newsletter im September

Liebe Interessierte und Freund_innen des Heinersyndikats!

Heute erreicht euch/Sie die erste Ausgabe des Heinersyndikat-Newsletters nach der Sommerpause! Wir möchten euch/Sie auf diesem Wege zukünftig über die aktuellen Entwicklungen in unserem Wohnprojekt auf dem Laufenden halten und über bevorstehende Termine informieren.

Unsere Planung bezüglich des Kaufs und der Sanierung „unseres“ Wohnblocks in der Lincoln-Siedlung wird immer konkreter: Aktuell arbeiten wir zum Beispiel an einem „Aufgabenheft“ für den Umbau und eine Studentin erstellt im Rahmen ihrer Abschlussarbeit ein Energiekonzept für uns. Ab Oktober wird es außerdem Informationsveranstaltungen zum Thema Direktkredite geben, zu denen wir alle Unterstützer_innen und Interessierten herzlich einladen (siehe „Termine“ unten). Denn um einen Wohnblock in der Lincoln-Siedlung kaufen und unsere Pläne umsetzen zu können, brauchen wir die Unterstützung von möglichst vielen Direktkreditgeber_innen.

Doch was sind Direktkredite eigentlich, wozu benötigen wir sie und welche Vorteile bieten sie? Dazu hier vorab einige Infos:

Direktkredite sind Gelder, die dem Heinersyndikat von Privatpersonen oder Gruppen zur Verfügung gestellt werden. Zwischen den Kreditgeber_innen und dem Projekt wird dazu ein Kreditvertrag abgeschlossen. Für die Kreditgeber_innen sind Direktkredite eine transparente, soziale und nachhaltige Geldanlage ohne Umweg über die Bank. Sie können vor Ort sehen, wo und wie ihr Geld verwendet wird, und haben die Gewissheit, dass ihr Geld für einen sozialen Zweck „arbeitet“.

Für das Heinersyndikat sind zinsgünstige Direktkredite wiederum essentiell, denn Bankkredite treiben die Mieten in die Höhe. Außerdem leihen Banken nur einen Teil der Investitionskosten, der andere Teil muss als Eigenkapital vorhanden sein. Direktkredite werden von der Bank wie Eigenkapital behandelt. Sie sind daher eine wichtige Säule der Finanzierung und ganz entscheidend, um sozialverträgliche Mieten zu realisieren.

Mehr erfahren: http://www.heinersyndikat.de/finanzierung/

Neugierig geworden? Fragen zu Direktkrediten und unserem Projekt beantworten wir auch gerne persönlich:

  • Telefonisch unter 06151/39 21 532 (einfach Name und Nummer auf dem AB hinterlassen, wir rufen zurück),
  • per Mail an direktkredit@posteo.de,
  • im persönlichen Gespräch (Termine können per Mail oder telefonisch vereinbart werden),
  • und natürlich bei unseren Veranstaltungen!

Termine in der nächsten Zeit:

Informationsveranstaltungen zum Heinersyndikat mit besonderem Schwerpunkt auf dem Thema „Direktkredite“:

Wir freuen uns auf viele interessierte Menschen! Gerne auch weitersagen!

Es grüßt Euch/Sie herzlich
das Heinersyndikat