Eigentümerstruktur

Das Syndikatsmodell

Ein Hausprojekt des Miethäuser Syndikats hat eine für gemeinschaftliche Wohnprojekte ungewöhnliche Rechtsform: Das Haus ist das Eigentum einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Die Menschen, die in dem Projekt leben, arbeiten oder sich in politischen Gruppen engagieren, bestimmen alles, was ihr Haus und ihr Zusammenleben betrifft. Sie sind im Hausverein organisiert, der als Gesellschafter an der Hausbesitz-GmbH beteiligt ist. Im Fall des Heinersyndikats heißt das: Heinersyndikat e.V. ist Gesellschafter der Heinersyndikat Haus GmbH.

Der zweite Gesellschafter ist die Mietshäuser Syndikat GmbH. Auf diese Weise sind alle Projekte miteinander verbunden, denn jedes ist wiederum Mitglied des Mietshäuser Syndikat-Verbundes.

Weil Hausverein und Syndikat in Grundlagenfragen jeweils eine Stimme haben, kann eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse nur mit Zustimmung beider Gesellschafter beschlossen werden. Damit hat das Syndikat ein Vetorecht, das verhindert, dass das Haus verkauft oder z. B. in Eigentumswohnungen umgewandelt wird.

Syndikatsmodell mitteleinfach

Obwohl die Grundidee des Mietshäuser Syndikats genossenschaftlich ist, bietet diese Form der miteinander verknüpften GmbHs gegenüber der Form der eG den Vorteil, viele in der Organisation völlig eigenständige Projekte dauerhaft miteinander zu verbinden und ihnen gleichzeitig in der Hausverwaltung alle Freiheiten zu lassen.

(Informationen aus: Mietshäuser Syndikat “Rücke vor zur Schlossallee“, www.syndikat.org)