Was sind Direktkredite?

Für den Kauf und die Sanierung eines Wohnblocks in der Lincoln-Siedlung braucht das Heinersyndikat möglichst viele Direktkredite.

Direktkredite sind Gelder, die dem Projekt von Privatpersonen oder Gruppen (z. B. Vereinen) in Form von Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt zur Verfügung gestellt werden. Zwischen Kreditgeber_in und Hausbesitz-GmbH wird dazu ein Vertrag abgeschlossen, in dem Kreditsumme, Verzinsung, Kündigungsfrist und ggf. Laufzeit festgelegt werden.

Zinsgünstige Direktkredite sind für das Heinersyndikat essentiell, um sozialverträgliche Mieten zu ermöglichen. Außerdem leihen Banken nur einen Teil der Investitionskosten, der andere Teil muss als Eigenkapital vorhanden sein. Direktkredite in Form von Nachrangdarlehen werden von der Bank wie Eigenkapital behandelt. Sie sind daher eine wichtige Säule der Finanzierung und ganz entscheidend, um sozialverträgliche Mieten zu realisieren. Zinsen und Tilgung werden langfristig aus den Mieteinnahmen des Projekts finanziert.

Was haben Sie davon?

Für Kreditgeber_innen sind Direktkredite eine transparente, soziale und nachhaltige Geldanlage ohne Umweg über die Bank. Während bei anderen Anlageformen wie Sparbuch oder Aktienfonds oft unklar ist, was mit dem eigenen Geld passiert und was damit finanziert wird, ist das Darlehen für das Heinersyndikat zweckgebunden: Es unterstützt ein gemeinschaftliches Wohnprojekt, das sich ein ökologisch nachhaltiges, solidarisches und selbstverwaltetes Leben zum Ziel gesetzt hat und dauerhaft günstigen Wohnraum schaffen wird.

Wir informieren Sie regelmäßig, wie sich das Hausprojekt entwickelt. Sie können vor Ort sehen, wo und wie Ihr Geld verwendet wird. So bleibt Ihre Geldanlage transparent und Sie haben die Gewissheit, dass Ihr Geld für einen sozialen Zweck „arbeitet“.

Weil keine Bank mitverdient, erhalten Sie außerdem den vollen Zins ohne Abzüge. Alle anfallenden Kosten trägt das Projekt. Durch klare Regelung der Kreditbedingungen und unsere Selbstverwaltung bleiben die Verwaltungskosten niedrig.

Anlagevolumen und Prospektpflicht

Die Annahme von Direktkrediten (Nachrangdarlehen) unterliegt dem Vermögensanlagegesetz. Die Heinersyndikat Haus GmbH ist demnach Emittentin von verschiedenen Vermögensanlagen, die sich durch ihren Zinssatz unterscheiden. Im Rahmen einer einzelnen Vermögensanlage werden innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als insgesamt 100.000 Euro oder aber 20 Direktkredite angeboten. Es besteht daher keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagegesetz.

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Die Vorteile von Direktkrediten im Überblick

Für Kreditgeber_innen

  • Investition in ein lokales, sozial und ökologisch nachhaltiges Projekt – wissen, wo und wie das eigene Geld eingesetzt wird
  • Beitrag gegen steigende Mieten – unterstützt die Schaffung von günstigem Wohnraum, der dem Markt auf Dauer entzogen ist
  • Flexible Konditionen – Kredite ab etwa 500 Euro möglich, individuelle Vereinbarung von Kündigungsfristen und Auswahl zwischen unterschiedlichen Angeboten mit fester Verzinsung

Für das Projekt

  • Direktkredite dienen als Eigenkapitalersatz – Hausbewohner_innen müssen Eigenkapital nicht allein aufbringen
  • Meist günstigere Kreditzinsen, weil keine Bank an der Kreditvergabe verdient
  • Kreditgeber_innen sind Unterstützer_innen – es entsteht ein Netzwerk von Menschen, die sich dem Projekt verbunden fühlen