Pressemitteilung: Annahme von Direktkrediten

Soziale Geldanlage vor der Haustür: Das gemeinschaftliche Wohnprojekt „Heinersyndikat“ nimmt ab sofort Direktkredite von Privatpersonen an.

Wissen, was mit dem eigenen Geld passiert und ein lokales soziales Projekt unterstützen – diese Möglichkeit gibt es ab sofort beim Heinersyndikat. Die Initiative von bisher rund 35 Menschen zwischen 0 und 60 Jahren wird in der Lincoln-Siedlung ein gemeinschaftliches und selbstorganisiertes Wohnprojekt verwirklichen. Ab Mitte 2018 werden sie zur Miete im selbstverwalteten Haus leben – nach dem erprobten Modell des Mietshäuser Syndikats.

Um ihr Ziel zu erreichen, den Wohnblock Ende 2017 zu kaufen, benötigt das Wohnprojekt neben Bankkrediten viele kleine Kredite von Menschen, die ihre Idee unterstützen. Diese Direktkredite gelten für die Bank als Eigenkapital und ermöglichen bezahlbare Mieten. Das Heinersyndikat bietet flexible Kreditkonditionen an. Kredite sind ab 500 Euro möglich, wobei Kündigungsfristen und Zinssätze (bis zu 1,5 % p.a.) individuell vereinbart werden.

Das Wohnprojekt wird dauerhaft niedrige Mieten garantieren und eine feste Anzahl an Sozialwohnungen, eine Wohnung für Geflüchtete sowie barrierearme Wohnungen nach dem Umbau beinhalten. Den BewohnerInnen ist eine gegenseitige Unterstützung im Alltag sowie die Mitgestaltung des neu entstehenden Quartiers Lincoln-Siedlung wichtig. Bei den Umbaumaßnahmen werden ökologische Kriterien mitgedacht.

Die Gruppe bietet persönliche Beratung zu den Direktkrediten für Interessierte an. Ein Kontakt ist möglich telefonisch unter 06151/39 21 532 (AB) sowie über die E-Mail-Adresse direktkredit@heinersyndikat.de

Balkone1Nächste Termine:
Am Freitag, den 31.03.2017 von 16:30 bis 19:00 Uhr informiert das Projekt im Rahmen des Nachbarschaftscafés der Quartierwerkstatt vor Ort über Direktkredite. Infostand und Hausbesichtigung

Reservierung für Wohnblock 4423 erhalten

Das Auswahlgremium hat entschieden: Das Heinersyndikat erhält eine Reservierung zum Kauf eines Wohnblocks in der Lincolnsiedlung. Das zehnköpfige Gremium prüft und entscheidet, welche Wohngruppe eine Reservierung für den Kauf eines Wohnblocks erhält. Von der Abgabe unserer Bewerbung Ende Oktober hatten wir berichtet.

Nun kann es los gehen mit der Beauftragung eines Architekturbüros für die Umbauplanung. Dieser Zeitabschnitt nennt sich Konkretisierungsphase. Danach kann ab November 2017 gekauft werden, so die Planung der Besitzerin der Lincoln Siedlung, Bauverein Darmstadt New Living, BVD-NL. Wenn das Heinersyndikat das Geld schon vorher zusammen hat, ist das Kaufen eventuell früher möglich.

Dazu braucht das Heinersyndikat Eigenkapital, das die Gruppe durch so genannte Direktkredite sammeln will. Das sind kleine Kredite von Privatpersonen ab 500 Euro, die mit bis zu 1,5 Prozent verzinst werden. Von den angestrebten eine Million Euro hat die Gruppe für rund ein Viertel Zusagen.

Die Gruppenmitglieder sind guten Mutes, dass sie das Geld zusammen kriegen werden, denn immerhin haben schon bundesweit 116 Projekte ihre Immobilie nach dem Modell des so genannten Mietshäuser Syndikats finanziert und es hat geklappt.

Vor dem Kauf kommt die Planung. Aus den derzeit 18 Familienwohnungen mit 1700 m2 Wohnfläche werden zwei zu Gemeinschaftsräumen umgebaut, einer wird intern genutzt werden, einer öffnet sich für Gruppen nach außen. Zudem sind unterschiedlich große Familien- und Singlewohnungen, sowie Wohngemeinschaften – darunter eine sehr große mit acht bis zehn Personen – geplant.

Sehr gefreut hat sich die Gruppe auch über die Reservierungen, die die anderen beiden Gemeinschaftswohnprojekte Bau und Wohngenossenschaft WohnSinn eG-Darmstadt und Zusammenhaus Lincoln e. V. erhalten haben – WohnSinn östlich und Zusammenhaus westlich von Heinersyndikat.


 

Das Auswahlgremium prüft und entscheidet, welche Wohngruppen letztlich zum Zug kommen. Es besteht aus jeweils zwei Personen aus den folgenden fünf Institutionen:

  • BVD NL als Vorhabenträgerin
  • Runder Tisch gemeinschaftlich Wohnen Darmstadt
  • Amt für Wirtschaft und Stadtentwickllung
  • Stadtplanungsamt
  • Amt für Wohnungswesen

 

Frankfurter Rundschau: Mietshäuser Syndikat

Unter dem Titel “Mieter, vereinigt Euch!” hat die Frankfurter Rundschau das Prinzip des Mietshäuser Syndikats erklärt, nach dem auch unser Projekt aufgebaut werden soll.

Wenn Euch dieses Konzept interessiert, findet Ihr eine anschauliche Erklärung in diesem Artikel. Dabei erfährt man auch, warum wir demnächst auch um Direktkredite werben wollen.